Miriam Arndts

Bremer Hörkino am Mittwoch, 1. April 2020:

100 und Mama

Das lange Schweigen nach dem Zugunglück von Eschede

Miriam Arndts Norddeutscher Rundfunk und Rundfunk Berlin-Brandenburg, 2019

Am 3. Juni 1998 sterben in Eschede 101 Menschen bei dem schwersten Zugunglück in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Eines der Todesopfer war die Mutter der Autorin. Sie war auf dem Weg zum Klassentreffen in einem kleinen Dorf an der dänischen Westküste, ihrem Geburtsort. Mit dabei war ihre jüngste Tochter, damals zwei Jahre alt. Sie überlebte.

Erst anlässlich des 20. Jahrestages des Unglücks hat die Autorin begonnen, mit ihren beiden Schwestern über den Tod der Mutter zu sprechen. Und erst heute wird ihr klar, dass der Verlust auf jede von ihnen völlig unterschiedliche Auswirkungen hatte.

Miriam Arndts lebt als freie Autorin in Kopenhagen. Sie produziert Reportagen und Features für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, meist aus Dänemark, aber hin und wieder auch aus anderen Ländern. In Berlin arbeitet sie im Augenblick an neuen Podcasts.

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