Günther Wessel

Bremer Hörkino am Mittwoch, 6. Mai 2020:

Ohne Auto leben

Die Mobilität der Zukunft

Günther Wessel
Norddeutscher Rundfunk, 2019

Im Frühsommer 1979 kaufte Günther Wessel 19-jährig sein erstes Auto. Im Sommer 2018 hat er sein letztes verschenkt. Dazwischen liegen 40 Jahre, in denen Autos erst unendliche Freiheit bedeuteten, dann zur Notwendigkeit wurden und schließlich zum Ärgernis. Die Futuristen fanden das Auto schöner als die Nike von Samothrake, Roland Barthes verglich dessen Ästhetik mit der einer gotischen Kathedrale, und lange war das Auto ein staatlich garantiertes Versprechen für ein gutes Leben.

Doch langsam gelangt die Autoliebe an ihr Ende. Etwa 46 Millionen privater PKW verstopfen Deutschlands Straßen. Sie sorgen für Staus, Lärm und Gesundheitsbelastungen. Dazu sind jährlich allein in Deutschland mehr als 3000 Todesopfer im Verkehr zu beklagen. Gibt es Alternativen? Wie kann moderne Mobilität funktionieren?

Günther Wessel arbeitet als Journalist in Berlin, in den letzten Jahren mehr und mehr zu umweltpolitischen Themen. Meistens schreibt er fürs Radio, mitunter auch ein Buch. Im Deutschlandfunk Kultur redet er regelmäßig über Sachbücher.

Für die Sonderausstellung im Universum Bremen »Der mobile Mensch« haben sich swb, Gewoba, BSAG und das Mercedes-Benz Werk Bremen als Partner zusammengetan und die Ausstellung mitentwickelt. Sie beleuchtet Mobilitätstrends und gesellschaftliche Veränderungen in urbanen Räumen und läuft noch bis Ende August 2020.

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