bremer hörkino

Radio-Geschichten live erleben

Senta Höfer

Bremer Hörkino am Mittwoch, 5. Juni 2024:

Nach der Arbeit hängen die Kleider ihre Menschen auf

Rumänische Arbeitende in Fleischbetrieben

Senta Höfer, Deutschlandfunk Kultur, 2023

2020 brachte Covid rumänische Beschäftigte beim Fleischkonzern Tönnies in die Schlagzeilen. Nach kurzer Zeit war das Medieninteresse wieder erloschen. Dieses Feature lässt sie zu Wort kommen: kein Werksreport, sondern Begegnungen mit Menschen.

Im Frühjahr 2020 erkranken in den Sammelunterkünften der Firma Tönnies in und um Rheda-Wiedenbrück hunderte Schlachthofarbeiterinnen an Covid19. Die deutschen Medien berichten ausführlich. Politkerinnen, Gewerkschafterinnen und Firmenvertreterinnen diskutieren in Nachrichtensendungen, Reportagen und Talkshows. Die Arbeiter*innen kommen so gut wie gar nicht zu Wort. Auf die Frage (an einen Journalisten), warum das wohl so sei, kommt die Antwort: »Wahrscheinlich Sprachprobleme«.

Senta Höfer hat mit den Menschen gesprochen, in Deutschland und Rumänien. Und sie erzählen: von ihrem Leben in den Schlachthöfen – und ihrem anderen Leben, zu Hause.

Senta Höfer, geboren 1971 in Bukarest, studierte nach der Ausreise in die Bundesrepublik (1988) Germanistik und Journalistik in London, Bamberg, Antwerpen und New York. Freie journalistische Tätigkeit, dazu Projekte für die UN, Stiftungen und das Auswärtige Amt. Aktuell ist sie in der Erinnerungskultur tätig und lebt mit ihrer Familie in Berlin.

Sprecher*innen: Constanze Becker, Lisa Hrdina, Sabine Falkenberg und Philipp Lind.
Regie: Cordula Dickmeiß

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